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Transformation in vier Phasen

Unternehmen wachsen, schrumpfen und transformieren sich. Dies ist nicht neu. Neu hingegen ist die unglaublich hohe Geschwindigkeit, wie sich die Wirtschaft und Gesellschaft radikal verändern.

Aber wer ist denn für den die erfolgreiche Transformation, resp. den Change eines Unternehmens verantwortlich und wer trägt zum Erfolg bei? Aus Unternehmenssicht durchläuft die Transformation stets vier unterschiedliche Phasen.

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Erste Phase - Blindflug

Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt, verfügt über eine solide Kundenbasis, hervorragende Produkte, optimierte Prozesse und bewährte Informatiklösungen. Die Mitarbeitenden arbeiten schon seit mehreren Jahren effizient mit bekannten Büroapplikationen und betreiben eine Website mit Onlineshop. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass es ausreichend für die Zukunft digitalisiert ist und keine weitere digitale Transformation mehr benötigt.

 

Zweite Phase - Beobachten und experimentieren

In der zweiten Phase wird beobachtet und experimentiert. Unternehmen prüfen systematisch den Markt - die bekannten und die potentiellen Mitbewerber vom kleinen Start-up bis zum digitalen Giganten. Sie schauen, was diese machen, sammeln Ideen, experimentieren und lernen. Das Gelernte wird gespeichert, ausgewertet und unternehmensweit zur Verfügung gestellt. Der finanzielle Erfolg steht dabei (noch) nicht im Vordergrund.

 

Dritte Phase - Kollisionen Traditionell vs. Neu

Knistern die Spannungsfelder im Kerngeschäft des Unternehmens, dann befindet es sich in der dritten Phase der Transformation. Zukunftsversprechende Experimente der zweiten Phase sollen jetzt als neue Geschäftsmodelle rentabel betrieben werden. Dies löst ernste Konflikte aus. Es wird zwischen diesen neuen und den altbewährten Geschäftsmodellen gestritten, denn es werden unterschiedliche und oft widersprüchliche Organisationsformen, Unternehmenskulturen, Prozesse und Skills benötigt. In dieser dritten Phase werden alte und neue Geschäftsmodelle anfänglich in knisternder Koexistenz betrieben. Sukzessive verschmelzen diese ineinander und die Spannungen verschwinden. Alternativ kann das neue Geschäftsmodell auch beispielsweise mittels Spinoff vom traditionellen Unternehmen getrennt werden, was die Konfliktlösung im traditionellen Kerngeschäft beschleunigt.

 

Vierte Phase - Etablierung

In der letzten und vierten Phase ist das neue Geschäftsmodell fest etabliert im Kerngeschäft. Die Kultur, die Organisationsform, die Prozesse und die Skills sind transformiert. Das Unternehmen ist äusserst lernfähig und dynamisch unterwegs. Es baut Ihr Netzwerk mit Kooperationen ausserhalb des Unternehmens aus, stellt den Kunden konsequent in den Mittelpunkt und sprengt laufend die traditionellen Grenzen. Neue Wege zu gehen und Neues auszuprobieren ist eine Selbstverständlichkeit.

Transformation des Geschäftsmodells

Die digitale Transformation betrifft alle Branchen. Sie zerstört die traditionellen, heute noch erfolgreichen Geschäftsmodelle innert Kürze. Deshalb wird sie oft auch als disruptiv umschrieben, was übersetzt eine Unterbrechung des Bestehenden mit zerstörerischer Wirkung bedeutet. Aber wieso wird die digitale Transformation als disruptiv bezeichnet und wie beeinflusst sie klassische Geschäftsmodelle?

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Weltweite Vernetzung und hohe Marktdynamik

Bahnbrechende Innovationen, wie beispielsweise die Dampfmaschine, der Buchdruck oder die Waschmaschine, gab es schon immer. Entsprechende Entwicklungen, in denen sich ein Unternehmen mit einem Mitbewerber konfrontiert sieht, sind somit auch nicht neu. Neu ist hingegen die hohe Geschwindigkeit, mit welcher digitale Technologien sich verbreiten, wie schnell neue Konkurrenten erfolgreich in den Markt drängen sowie die permanente, weltweite Vernetzung von Menschen und Maschinen.

 

Digitalisierung oder Bedeutungslosigkeit

Innovationen wie der Buchdruck oder die Dampfmaschine brauchten mehrere Jahrhunderte, um sich zu etablieren. Bei der Waschmaschine dauerte die Akzeptanz nur noch einige Jahrzehnte. Digitale Technologien hingegen schlugen ein wie eine Bombe. So wurde beispielsweise das iPad innert nur fünf Jahren oder Amazon Alexa mit über 30'000 Fähigkeiten sogar nur innert zwei Jahren zum festen Bestandteil unseres privaten sowie beruflichen Alltags. Alle Unternehmen sind gezwungen, dieses hohe Tempo aufzunehmen, ihre traditionellen Geschäftsmodelle zu unterbrechen und zu transformieren. Ansonsten verschwinden diese rasch in der Bedeutungslosigkeit.

 

Mehrwert dank digitalen Technologien

Wer die digitalen Technologien in die Geschäftsmodelle integriert, respektive die Geschäftsmodelle transformiert, kann den Kunden einen deutlich besseren Mehrwert als die Konkurrenz bieten. Der Mehrwert kann beispielsweise ein deutlich attraktiverer Preis, eine einfachere, bequemere, personifizierte Nutzung oder benutzerfreundliche Kunden-Austauschmöglichkeiten sein. Zudem ermöglichen digitale Kundenkanäle, Partnernetzwerke, Data Science Integration oder innovative Finanzierungsmodelle usw. eine verbesserte Wertschöpfung.

 

Wer vermittelt Know-how für die Transformation?

Die Transformation ist für traditionelle Unternehmen sehr anspruchsvoll. Unterstützung bietet bspw. das Institut für berufliche Aus- und Weiterbildung IBAW, welches sich der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz verpflichtet hat. Als Mitgründerin der Bildungsallianz mit Microsoft verfügt es über das notwendige Know-how und wertvolle Erfahrung. Unterstützt wird das Institut von einem Beirat mit Mitgliedern aus bekannten Schweizer Firmen. Die Wissensvermittlung umfasst Studiengängen und Seminare verschiedenster Bereiche, wie bspw. in den Bereichen Coding & Data Science, Wirtschaftsinformatik, Digital CollaborationSAFe, Agile Coaching oder Projektmanagement. Unternehmen und Einzelpersonen können sich so gezielt die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für die digitale Transformation aneignen und damit einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche unternehmerische Zukunft leisten.

Wer ist verantwortlich für die Transformation?

Jeder einzelne Mitarbeitende, die Geschäftsleitung, der Verwaltungsrat und die Aktionäre eines Unternehmens sind verantwortlich für das Gelingen der Transformation - und diese Verantwortung kann nicht delegiert werden. Nebst dieser Klarheit benötigt das Unternehmen genügend Mittel, digitale Tools und Mitarbeitende, die mit den richtigen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgestattet sind, um dem Wandel entgegenzutreten. Dies ist nur mit konsequenter Priorisierung der Ressourcen, Vertrauen und intelligentem Handeln sowie Unterstützung und Vorgaben der Entscheidungsträger möglich. Die Voraussetzungen sind dann erfüllt, um Prozesse, Services, Organisation, Geschäftsmodell und Kultur erfolgreich transformieren und Werte radikal verändern zu können. Und dazu braucht es jeden Einzelnen – mit vollem Einsatz!

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